Integrationsbegleiterin in Kitas

Integrationsbegleiterin in Kitas

Wir unterstützen Kinder und Familien mit Flucht- oder Integrationserfahrung.

  • Frauen mit eigener Integrationserfahrung aufgrund von Flucht oder Migration können anderen helfen. Wir schulen Integrationsbegleiterinnen und ermöglichen ihnen einen niederschwelligen Zugang zum Arbeitsmarkt.
  • Unsere Integrationsbegleiterinnen unterstützen Kinder und ihre Eltern im laufenden Kita-Alltag. Sie vermitteln zwischen den Familien und den Fachkräften der Einrichtungen, dolmetschen und können dabei Identifikationsvorbilder sein.
  • Die pädagogischen Fachkräfte in den Einrichtungen werden entlastet und unterstützt.

Finanzierung der Schulung

Die Schulung der Frauen zur Integrationsbegleiterin kann über Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheine finanziert werden - zukünftig als zertifierte Maßnahme zur Aktivierung und berufllichen Eingliederung (nach §179 SGB III sowie §3 AZAV). Dies ist geplant für 2021. Geflüchtete und migrierte Frauen, die Anspruch auf einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein hätten, könnten somit an der Schulung teilnehmen. Sie wird durch die AWO Unterbezirk Gelsenkirchen/Bottrop als zertifiziertem Bildungsträger durchgeführt.

Für teilnehmende Kitas entstehen für die Dauer der Schulung keine Kosten.

Nähere Informationen zum Projekt

Der Schulung voran geht eine einmonatige Akquisephase, in der unsere Mitarbeiterinnen Kennenlerngespräche mit potentiellen Teilnehmerinnen führen und jeweils eine geeignete Kandidatin für eine Kooperationskita suchen. Voraussetzungen für eine Teilnahme an der Schulung aufseiten der Teilnehmerinnen sind

  • eine eigene Integrationserfahrung aufgrund von Flucht oder Migration nach Deutschland,
  • mündliche Deutschkenntnisse, die eine Verständigung im Alltag ermöglichen (kein zertifiziertes Sprachniveau erforderlich),
  • zukünftig ein Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (die Teilnehmerin sollte Jobcenter-Kundin sein) sowie
  • eine persönliche Eignung und ein Interesse an der Schulung sowie einer Tätigkeit in der Kita.

Die Schulung selbst umfasst im Anschluss an die Akquisephase eine Dauer von sieben Monaten und ist in zwei Blöcke aufgeteilt:

1. Fachpraktische Anleitung/ Unterricht:
Die Teilnehmerinnen werden durch ein Sozialarbeiterinnen-Team geschult und beratend begleitet. Der Unterricht umfasst über 4 Monate hinweg 2 Vormittage pro Woche à 3 Zeitstunden. Nach 2 Monaten hospitieren die Teilnehmerinnen zusätzlich an einem Tag in der Woche in einer festen Kooperationskita à 5 Zeitstunden.

2. Fachpraktische Erprobung/ Praktikum:
An die Unterrichtsphase schließt sich ein 3-monatiges Praktikum im Umfang von 10 bis 14 Wochenstunden in der jeweiligen Kita an, in der die Teilnehmerinnen bereits hospitiert haben. Die Sozialarbeiterinnen prüfen parallel individuelle Berufsperspektiven mit den Teilnehmerinnen.

In Abhängigkeit von zur Verfügung stehenden Finanzmitteln wird im Anschluss möglichst eine Anstellung der Integrationsbegleiterinnen in den Kitas realisiert, in denen sie ihr Praktikum absolviert haben.

Auswahl der Schulungsinhalte:

  • Aufgaben der Kita, Bildungsgrundsätze NRW, Rolle der Erzieher*innen, Bild vom Kind
  • Sprachbildung, Mehrsprachigkeit, Sprachmittlung
  • Vielfalt, Gender, Partizipation
  • Bewerbungstraining (Anschreiben, Lebenslauf, Bewerbungsgespräche)
  • Vorstellung sozialer Berufe (z. B. Hauswirtschafter*in, Sozialassistent*in, Schulbegleitung)

Zusätzlich werden eine Auftakt- und eine Abschlussveranstaltung sowie Arbeitskreise (z. B. zu Anstellungsmöglichkeiten) unter Beteiligung der teilnehmenden Kitas und Trägervertreter*innen durchgeführt.

Im Anschluss an die Schulung bestehen verschiedene Möglichkeiten, Integrationsbegleiterinnen in Kitas anzustellen:

1. Finanzierung über Budgets von Kitas:

  • Finanzierung von Integrationsbegleiterinnen als zusätzliches nicht-pädagogisches Personal (im Rahmen des Gesamtpersonals)
  • (Teil-)Finanzierung über zusätzliche Budgets von Familienzentren
  • (Teil-)Finanzierung im Verbund von Nachbarkitas: Finanzierung über zusätzliche Finanzmittel oder durch eine Umlage von mehreren Kitas; hier kann bei Bedarf ein „Sprachmittlungspool“ entstehen, wenn mehrere verschiedensprachige Integrationsbegleiterinnen angestellt werden, die z. B. bei Elterngesprächen in den verschiedenen Kitas dolmetschen

2. Finanzierung über kommunale oder weitere Mittel (z. B. Stiftungen)

  • Kommunen oder Stiftungen finanzieren oder bezuschussen die Anstellung von Integrationsbegleiterinnen in Kitas.

Fotos: Shutterstock, Caroline Seidel

Unsere Ansprechpartnerinnen für Sie:

0209 60 483 16

Nora Luise Schütz

Paulstraße 4
45889 Gelsenkirchen

0209 60 483 16

0209 60 483 16

Gabriele Müller-Pozorski

Paulstraße 4
45889 Gelsenkirchen

0209 60 483 16