"Das ist das A & O" - Mitarbeitermotivation durch Ökoprofit (WAZ Gelsenkirchen vom 09.02.2010)
 

Jörn Stender

Eine Tonne Abfall, 55.000 Kilowattstunden Energie, 14 Tonnen CO2, rund 4.300 Euro Sparpotenzial: Erfolg lässt sich in nüchternen Zahlen messen. Diese stammen von der Arbeiterwohlfahrt. Der Unterbezirk hat am Ökoprofit-Prozess 2009 teilgenommen. 344 Mitarbeiter beschäftigt die AWO, rund 30 davon in der Verwaltung - und die propagieren die kleinen Veränderungen, die sich in der Summe auszahlen. Die Investition war dabei überschaubar.

Zwei Beispiele: Die Isolierung der Heizungsrohre in der Wohnanlage Grenzstraße kostete 1000 Euro und soll jährlich 300 Euro Ersparnis bringen. Das hausinterne Abfalltrennsystem wurde optimiert. Das kostete einmal 250 Euro und spart pro Jahr nicht nur sechs Kubikmeter Restmüll, sondern auch rund 1000 Euro, rechnet Claudia Schelske. Zuständig ist sie als Abteilungsleiterin eigentlich für Kuren und Reisen. Fürs Programm in Wohnanlagen und Einrichtungen wurde sie auch für Ökoprofit tätig.

55.000 Blatt Papier - "Wir sind angesprochen worden. Es muss einen Anstoß geben, um aufmerksam zu werden!", sagt sie und stellt fest: Einmal eingestimmt, "sind die Mitarbeiter sehr motiviert. Es läuft gut." Ob unnütz Licht brennt, wird seither regelmäßig kontrolliert, Stoßlüften ersetzt dauerhaft gekippte Fenster, ein Fahrtraining für die Belegschaft wird es ab April geben. "Es geht um die Mitarbeitersensibilisierung", sagt Schelske. "Das ist das A und O".

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